Schulung für Öffentlichkeitsarbeit bei Vitus

Petra Diek-Münchow, 25.02.2026


Wie bist du zum Journalismus gekommen? Was braucht man für diesen Beruf? Und was war deine Lieblingsgeschichte für den Kirchenboten? Eine lange Liste mit klug formulierten Fragen wartet Ende Februar auf mich bei Vitus in Meppen, eine Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen. Dort leitet Christian Thien das Kompetenzfeld für berufliche Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben. Er hatte mich gefragt, ob ich an einer Schulung für Öffentlichkeitsarbeit teilnehmen kann. Gern habe ich zugesagt – auch weil es seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit zwischen Kibo und Vitus gibt. Viele Berichte und Reportagen aus den vergangenen Jahren zeugen davon.

Bei dem internen Kurs „AssistentIn in der Öffentlichkeitsarbeit“ lernen mehrere Beschäftigte aus der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, wie sie künftig Texte für die verschiedenen Vitus-Kanäle und -Medien schreiben können. Es gibt dabei verschiedene Module mit Input von Referenten, mit Tipps für mögliche Themen und viel eigenen Übungen. Am Ende bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat und können dann aktiv in einer Vitus-Redaktion mitarbeiten. Eine gute Sache, finde ich!


Genau wie der Vormittag bei Vitus. Mir sitzen Frauen und Männer gegenüber, die schon Erfahrung in puncto Schreiben mitbringen. Sei es durch einen Instagram-Account, sei es durch eigene Geschichten, sei es durch Essays zum Beispiel für das Fanprojekt des SV Meppen zu der Frage, ob Fußball eine Ersatzreligion ist. Alle Achtung, kann ich nur sagen! Habe ich gern gelesen.

Und genau diese Erfahrungen münden dann in ein Interview mit mir, das anderen Zeitungsredaktionen alle Ehre gemacht hätte. Die Teilnehmerrunde hat sich gut vorbereitet, stellt mir Fragen mit viel Antwortpotenzial, hakt auch noch mal nach. Ich darf von meinem Weg in den Journalismus erzählen und was meiner Ansicht nach für unseren Beruf wichtig ist: neben dem ganz praktischen Handwerkzeug eben auch Gespür für Themen, ein ehrliches Interesse an Menschen und ihren Geschichten, viel Offenheit und auch Empathie. Auch Fragen zum Beispiel zum gelingenden Einstieg in einen Text, über Schreibblockaden und Pressefreiheit gehörten in die Liste. Am Ende wird daraus ein tolles Gespräch, das mir viel Freude gemacht hat. 


Und gar nicht lange danach bekomme ich eine Mail mit Fotos – und einem Text, den die Gruppe aus meinem Besuch formuliert hatte. Respekt, alles gut und richtig wiedergegeben. Danke für den schönen Vormittag, kann ich nur sagen. Gerne wieder!!


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